Gesunder Schlaf ist überlebenswichtig

Ein gesunder Schlaf ist wichtig, um am Tag funktionieren zu können. Die Qualität der Erholung in der Nacht bestimmt maßgeblich mit, wie leistungsfähig und ausgeglichen man am Tag ist. Erholsamer Schlaf trägt dazu bei, dass eine körperliche, psychische und geistige Regeneration stattfinden kann. Nur wer ausreichend schläft ist in der Lage, sich zu konzentrieren und sein Gedächtnis voll zu fordern. Während der Tiefschlafphase werden viele Informationen verarbeitet und dem Langzeitgedächtnis übermittelt. Für die Fähigkeit zu lernen ist ein gesunder Schlaf somit von erheblicher Bedeutung. Auch das Immunsystem wird durch ausreichend Schlaf gestärkt, so dass gut ausgeschlafene Menschen besser vor Krankheiten geschützt sind.

Gesunder Schlaf – wie viel Schlaf ist angemessen?

Jeder Mensch verbringt etwa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen. Generell haben Studien nachgewiesen, dass ungefähr sieben bis neun Stunden Schlaf ausreichend sind. Dennoch gestaltet sich das individuelle Schlafbedürfnis bei Jedem anders. Kleine Kinder schlafen sehr viel, während ältere Menschen wiederum mit weniger Schlaf auskommen. Es ist wichtig, sein persönliches Maß zu finden. Ein gesunder Schlaf ist dann gegeben, wenn man am nächsten Tag gut ausgeruht ist, ausreichend Energie besitzt und seine volle Leistungsfähigkeit abrufen kann. Wurde die optimale Schlafdauer gefunden, sollte diese unabhängig von der vorgegebenen Norm beibehalten werden.

Was passiert, wenn gesunder Schlaf auf Dauer fehlt?

Dauerhafter und chronischer Schlafmangel kann sich auf den gesamten Alltag, das körperliche Wohlbefinden und die Psyche auswirken. Angstzustände und Depressionen können verstärkt werden. Auch die Konzentrationsfähigkeit lässt erheblich nach. Jeder Körper benötigt Regenerationsphasen, um die Leistungsfähigkeit dauerhaft zu gewährleisten. Nicht zuletzt kann Übermüdung im Straßenverkehr oder auf der Arbeit zu einem nicht mehr überschaubaren Risikofaktor werden. Betroffene, die an dauerhaftem Schlafmangel leiden, sollten daher einen Arzt konsultieren. Dieser wird mithilfe geeigneter Untersuchungsmethoden nach den möglichen Ursachen des Schlafmangels suchen.

Die verschiedenen Schlafphasen des gesunden Schlafs

Der gesunde Schlaf unterteilt sich in verschiedene Phasen, die der Körper während der Nachtruhe durchläuft. Schläft man ein, schaltet der Körper bildlich gesprochen erstmal einen Gang zurück. Hierfür werden Blutdruck, Atemfrequenz und auch der Puls heruntergefahren. Nach dem Einschlafen geht der Körper in einen leichten Schlaf über, gefolgt von einem tieferen Stadium. Erst im Anschluss folgt die Tiefschlafphase, aus der heraus der Mensch in die REM-Phase (Rapid Eye Movement-Phase), auch Traumschlafphase genannt, gelangt. Während der REM-Phase ist das Gehirn besonders aktiv. Hier werden die Erlebnisse und Informationen verarbeitet, mit denen man während des Tages konfrontiert wurde. Dieser Schlafzyklus wiederholt sich mehrmals innerhalb einer Nacht, wobei die unterschiedlichen Phasen verschieden lang ausfallen können.

Gesunder Schlaf erfordert eine gute Schlafhygiene

Unter dem Begriff der Schlafhygiene werden verschiedene Verhaltensregeln für einen gesunden Schlaf zusammengefasst, an die man sich halten sollte. Auch wenn sich Schlaf nicht erzwingen lässt, so kann das eigene Verhalten dennoch zu einem erholsamen und ruhigen Schlaf beitragen. Ein gesunder Schlaf ist für die Erholung des Körpers von großer Bedeutung. Zur Schlafhygiene im Hinblick auf einen guten und ruhigen Schlaf gehören regelmäßige Schlafzeiten. Beim Schlafen empfiehlt sich auf eine angenehme Raumtemperatur, frische Luft und abgedunkelte Räume zu achten. Auch die Ernährung spielt eine große Rolle, daher sollte vor dem Zubettgehen auf schwer verdauliche Speisen verzichtet werden. Darüber hinaus kann der Genuss von Nikotin, Alkohol und Koffein den Schlaf negativ beeinflussen. Obwohl Alkohol bekanntlich müde macht, hindert er den Körper daran, in den für die Regeneration wichtigen Tiefschlaf zu gelangen. Sportliche Aktivitäten sollten etwa zwei Stunden vor der Nachtruhe nicht mehr ausgeübt werden, damit der Körper ausreichend Zeit hat, um abzuschalten.

Sinnvoll kann es auch sein, sich ein Einschlafritual anzueignen. Dies kann das Lesen eines Buches oder das Hören von ruhiger Musik sein. So kann sich der Körper jeden Abend auf das Zubettgehen einstellen. Liegt man länger als 15 Minuten wach, ist es besser noch einmal aufzustehen, um etwas umherzulaufen und sich dann wieder ins Bett zu legen. Das Bett sollte nur zum Schlafen aufgesucht werden. Aus diesem Grund ist es auch nicht empfehlenswert im Schlafzimmer fernzusehen. Selbstverständlich haben auch Handy, Tablet & Co. nichts im Bett zu suchen. Diese elektronischen Geräte lenken davon ab zur Ruhe zu kommen. Zudem stellen sie eine unnötige Lichtquelle dar, die den Schlaf negativ beeinflussen.

In vielen Fällen kann auch der Besuch einer Schlafschule helfen, wieder einen gesunden Schlaf zu finden. Bei einer Schlafschule handelt es sich um ein Seminar, in dem den Interessierten die moderne Schlafforschung näher gebracht wird. Diese Kurzzeittherapie zeigt den Teilnehmern, wie sie selbst die Kontrolle über Ihre Nachtruhe zurückgewinnen, um besser schlafen zu können.

Schlafapnoe verhindert eine ungestörte Nachtruhe

Der erholsame Schlaf kann von verschiedenen Faktoren beeinträchtigt werden. Dies kann unter anderem eine schlechte Schlafatmosphäre sein. Auch Probleme und Stress sorgen dafür, dass der Körper nicht zur Ruhe kommt. Wichtig für eine ausreichende Erholung in der Nacht ist eine ungestörte Atmung. Kommt es zu einem Verschluss der Luftwege, kann es zu einer obstruktiven Schlafapnoe, also zu Atemaussetzern im Schlaf kommen. Hierfür sind meistens eine Kieferfehlstellung (Dysgnathie) und erschlaffte Muskeln im Mund- und Rachenraum verantwortlich. Zunge und weicher Gaumen können sich dadurch nach hinten verlagern und den Luftweg verengen, was zum Schnarchen und zu Atemaussetzern führt. Wird der Luftweg gänzlich versperrt, kann der Betroffene nicht mehr ein- und ausatmen. Dadurch wacht der Schlafende auf und ringt nach Luft. Interessanterweise werden diese nächtlichen Aufwachreflexe von den Betroffenen in der Regel nicht bewusst wahrgenommen. Die Weckreaktionen werden durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin oder Cortisol ausgelöst, um den Schlafenden vor einem plötzlichen Erstickungstod zu schützen. Die Atemaussetzer führen dazu, dass der gesunde Schlaf gestört ist und somit die gewünschte Erholung nicht erfolgen kann. Ein regenerativer Schlaf ist daher für Schlafapnoiker ohne unterstützende Therapie nicht möglich. Eine Beatmungsmaske kann hier Abhilfe schaffen und die Symptome lindern, damit wieder ein guter Schlaf stattfinden kann. Eine dauerhafte Besserung und Unabhängigkeit von Hilfsmitteln und technischen Apparaten ist aber nur denkbar, wenn die Ursachen dieser Krankheit beseitigt werden.