Diese Einschlafhilfen können die Nachtruhe fördern

Gesunder Schlaf ist wichtig, um dem Körper die nötige Zeit zur Regeneration zu geben. Ausreichend Schlaf fördert die physische und psychische Gesundheit. Viele Menschen leiden jedoch unter Einschlafproblemen. Teilweise sind diese nur vorübergehend, etwa aufgrund einer bestehenden Krankheit oder wegen einer aktuellen Stresssituation. Manchmal verschwinden Schlafstörungen nicht von selbst wieder. Wer dauerhaft zu wenig Schlaf bekommt, leidet massiv darunter. Man fühlt sich gereizt, kann sich nicht mehr richtig konzentrieren und die Leistungsfähigkeit schwindet. Insgesamt führt chronischer Schlafmangel zu einer deutlichen Einschränkung von Gesundheit und Lebensqualität.

Müde, erschöpft und trotzdem unfähig zu schlafen

Selbst am Ende eines anstrengenden Tages, nach dem man sich eigentlich müde und ausgelaugt fühlt, kann das Einschlafen schwer fallen. Stattdessen wälzt man sich immer wieder im Bett herum, starrt die Decke an und lässt die Gedanken kreisen. Das Gehirn und der Körper kommen einfach nicht zur Ruhe. Man ist übermannt von Reizen und Informationen, von Leistungsdruck, Stress und Verpflichtungen. All das, was einen einerseits müde macht, hält einen gleichzeitig davon ab, Entspannung zu finden und sorgt deshalb für Schlaflosigkeit. Einschlafhilfen können hierbei wirkungsvolle Maßnahmen sein, um Körper und Geist endlich die Ruhe zukommen zu lassen, die zur Regeneration dringend benötigt wird. Bei unerklärlicher chronischer Müdigkeit, trotz eigentlich ausreichend Schlaf, handelt es sich möglicherweise um eine Krankheit wie Schlafapnoe.

Das Bett ist eine arbeitsfreie Zone

Ein wichtiger Tipp zur Schlafhygiene besteht darin, Geräte wie Smartphone, Laptop oder Tablet aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Sie werden oft mit Arbeit in Verbindung gebracht und sorgen dafür, dass man unter Druck steht, auf E-Mails zu antworten oder in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Die Reizüberflutung des Tages nimmt man so noch mit ins Bett. Das ausgestrahlte blaue Licht dieser Geräte unterdrückt die Produktion des Schlafhormons Melatonin und ist der Nachtruhe wenig zuträglich.

Perfekte Rahmenbedingungen als Einschlafhilfe schaffen

Ein guter Schlaf ist von vielen Faktoren abhängig. Als Einschlafhilfe ist es daher wichtig, perfekte Rahmenbedingungen im Schlafzimmer zu schaffen. Dies fängt bei der richtigen Raumtemperatur, geeigneten Lichtverhältnissen und der allabendlichen Routine vor dem zu Bett gehen an. Darüber hinaus haben sich auch aufgeräumte Schlafbereiche als sehr nützlich erwiesen. Wer auf ein Chaos in seinem Schlafraum blickt, unterstützt das Durcheinander in seinem Kopf. Sofort drehen sich die Gedanken wieder darum, was noch alles zu erledigen ist. Ein Raum hingegen, der Ruhe und Struktur ausstrahlt, hilft auch dem Kopf dabei, sich zu entspannen.

Feste Rituale vor dem Schlafengehen

Eine wichtige Einschlafhilfe ist es auch, sich vor dem Schlafengehen an feste Rituale zu halten. Routine schenkt Sicherheit und Geborgenheit, und signalisiert dem Körper, dass nun Schlafenszeit ist. Dies kann Hören von ruhiger Musik oder Lesen einiger Seiten in einem Buch sein. Ebenso kann es einer angenehmen Nachtruhe sehr zuträglich sein, sich ein paar Minuten hinzusetzen und seine Gedanken niederzuschreiben. Dies kann in Form eines Tagebuchs geschehen, in dem man den Tag noch einmal Revue passieren lässt und dadurch seine Gedanken ordnet. Hilfreich ist oft eine Liste, mit der bereits der nächsten Tag geplant und vorbereitet werden kann. Auch dies schenkt Struktur, die für Beruhigung und Entspannung sorgt. Oft ist es so, dass abends bereits die Gedanken um die Aufgaben und Pflichten des nächsten Tages kreisen, was sehr belastend ist. Durch solch eine Liste visualisiert man seine Aufgaben, kann sie klar erfassen und sorgt so für mehr Zuversicht, die kommenden Aufgaben im Griff zu haben. Man sollte sich auch feste Schlafenszeiten angewöhnen, was dem individuellen Biorhythmus sehr zuträglich ist.

Schwere Speisen und Alkohol weglassen

Ein bekannter Tipp zur Schlafhygiene ist, vor dem zu Bett gehen auf Alkoholkonsum und schwere Speisen zu verzichten. Alkohol mag müde machen, doch er mindert auch erheblich die Schlafqualität. Der Schlaf fällt leichter aus und der Organismus ist mehr damit beschäftigt, den Alkohol zu verarbeiten, als sich wirklich auf eine erholsame Nachtruhe zu konzentrieren. Körper und Geist können sich so nicht ausreichend regenerieren.

Eine schöne Einschlafhilfe: es sich gemütlich machen

Teil der abendlichen Routine kann es auch sein, eine angenehme, wohlige Atmosphäre zu schaffen. Dies kann mit einem warmen Bad oder einer heißen Dusche beginnen. Die dadurch eintretende Entspannung lässt sich sprichwörtlich körperlich fühlen. Ein zarter Lavendelduft, der das Schlafzimmer durchströmt, kann ebenfalls zu einem Wohlgefühl beitragen. Übertreiben sollte man es hier jedoch nicht, denn eine zarte Duftnote ist besser als ein intensiver Geruch. Abschließend kann eine Tasse warmer Tee getrunken werden. Selbstverständlich sollte man dabei auf Teesorten wie Grün- oder Schwarztee verzichten, da diese anregend wirken und den Körper wach halten. Viele Menschen schwören zudem auf ein Glas warme Milch mit Honig als Einschlafhilfe. Das in der Milch enthaltene Melatonin ist zwar zu gering dosiert, um eine spürbare Wirkung zu entfalten und schläfrig zu machen, doch das Heißgetränk sorgt für Wohlbehagen und hilft beim Entspannen.

Monotone Aufgaben

Schäfchen zu zählen gilt zwar allgemein als Klischee, ist jedoch tatsächlich eine gute Einschlafhilfe. Die Gedanken verlaufen hier sehr monoton und man setzt sich keinen zusätzlichen Reizen aus. Natürlich müssen es nicht wirklich Schäfchen sein, an die man denkt. Jedes beruhigende, reizarme Bild hilft beim Entspannen. Ein wenig zu lesen kann ebenso sinnvoll sein, soweit es sich nicht um eine aufwühlende Lektüre handelt.

Spazieren gehen oder meditieren ja, Sport nein

Sport kann auslaugen und müde machen, doch der Körper benötigt nach einem anstrengenden Workout einige Zeit, um sich wieder zu beruhigen. Daher ist Sport als Einschlafhilfe nicht wirklich geeignet. Besser ist es, einen gemütlichen Spaziergang am Abend zu absolvieren, zu meditieren oder sich mit Hilfe von Yoga zu entspannen.