Schlafapnoe

Schlafapnoe für immer heilen


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Eine Erkrankung, die das ganze Leben beeinträchtigen kann

Viele Menschen leiden unter einer schlafbezogenen Atmungsstörung, die Schlafapnoe genannt wird. Charakteristisch für diese Schlafstörung sind regelmäßige Atemaussetzer. Diese werden meist durch blockierte Atemwege verursacht. Der Verschluss erfolgt im Hals- und Rachenbereich aufgrund erschlafften Gewebes oder durch einer im Schlaf zurück rutschende Zunge. Dies führt zu Atemstillständen, die unbewusst erfolgen und vom Schlafenden meist nicht wahrgenommen werden. Was sich jedoch durchaus bemerkbar macht, ist die erhöhte Tagesmüdigkeit, die sich aufgrund des ständig unterbrochenen Schlafes einstellt. Hinzu kommen noch weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen, die von den meisten Betroffenen erst viel später mit einer Schlafapnoe in Verbindung gebracht werden. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um den nächtlichen Atemaussetzern entgegenzuwirken.

Was passiert beim Schlafapnoe Syndrom?

Die Atemstillstände während des Schlafs werden als Apnoen bezeichnet. Sie können nachts sehr oft auftreten und teilweise sogar über eine Minute andauern. Hierdurch kommt es zu einem Absinken des Sauerstoffgehaltes im Blut und zur Ausschüttung von Stresshormonen. Dies veranlasst den Körper zu einer spontanen Weckreaktion. Dadurch wird verhindert, dass es durch den Sauerstoffmangel zu einem nächtlichen Erstickungstod kommt. Der Betroffene erwacht mit einem explosionsartigen Schnarch Geräusch, ringt nach Luft und fällt sofort wieder zurück in einen unruhigen Schlaf. Durch die ständige Aufweckreaktion ist jedoch ein gesunder und erholsamer Schlafrhythmus nicht mehr möglich, was sich spätestens am nächsten Tag bemerkbar macht. Der Erkrankte hat mit anhaltender Müdigkeit, Gereiztheit oder auch Konzentrationsschwäche zu kämpfen, obwohl er vermeintlich die ganze Nacht durchgeschlafen hat. Der andauernde Schlafentzug kann sogar so weit führen, dass es zum gefürchteten Sekundenschlaf kommt, was sich insbesondere im Straßenverkehr als besonderes Risiko darstellt.

Oftmals geht eine Schlafapnoe mit lautem Schnarchen einher, was teilweise zu Beziehungsproblemen führen kann. Doch wenn der Bettnachbar Atemstillstände erkennt, kann er einen ersten Hinweis auf eine Schlafstörung geben. Oftmals ist es der Partner, dem die Atemaussetzer auffallen und der Unregelmäßigkeiten beim Atmen bzw. Schnarchen wahrnimmt. Wer hier nicht auf die Beobachtungen Dritter zurückgreifen kann, sollte genau auf mögliche Begleiterscheinungen einer Schlafapnoe achten. Starker Nachtschweiß, häufiger nächtlicher Harndrang und extreme Mundtrockenheit beim Aufwachen sind Anzeichen dieser Krankheit. Besteht begründeter Verdacht unter diesem Beschwerdebild zu leiden, sollte umgehend ein Facharzt aufgesucht werden. Dies ist sehr wichtig, denn unbehandelt kann die andauernde verminderte Sauerstoffzufuhr starke gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Zu den langfristigen Folgen gehört beispielsweise Bluthochdruck, wodurch wiederum das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall extrem gesteigert wird. Schlafapnoe-Patienten können zudem unter Diabetes Typ 2 leiden, da es durch die Atempausen zu einem Anstieg des Blutzuckers kommt. Bei Menschen mit einer Asthma Erkrankung verschlimmert der nächtliche Sauerstoffmangel die Problematik zusätzlich. Die Dauerbelastung auf den menschlichen Körper führt oft auch zu psychischen Erkrankungen, wie Angstattacken oder Depressionen.

Das Schnarchen bekämpfen

Wer nachts nicht schlafen kann, weil der Partner zu laut schnarcht, der weiß, dass man nicht gleich den Arzt rufen muss. Schnarchen ist grundsätzlich harmlos, zumindest für den Schnarcher. Im Schlaf entspannt sich der Mund- und Rachenraum, was dazu führen kann, dass sich die Atemwege verengen und dadurch ein Schnarch-Geräusch entsteht. Wenn das Schnarchen für den Partner jedoch unerträglich wird, dann kann über Behandlungsmethoden wie eine Schnarchschiene nachgedacht werden. Die Schnarchschiene ist ein zahnmedizinisches Mittel, das den Unterkiefer leicht nach vorne schiebt und damit die Zunge vom Rachenraum fern hält. Wird das Scharchen allerdings von Atemaussetzern begleitet, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

Die CPAP-Maske

Wenn besonders lautes Schnarchen auftritt und gleichzeitig Atemaussetzer zu hören sind, dann wird der Besuch beim Arzt unausweichlich. Falls eine Schlafapnoe festgestellt wird, dann sollte man eine Therapie beginnen, damit die Atemaussetzer aufhören und ein gesunder Schlaf wieder hergestellt werden kann. Die gängigste Behandlungsmethode ist dabei die CPAP-Maske. Diese ist an ein externes Beatmungs-Gerät angeschlossen, das Luft durch die Atemwege leitet und einen Überdruck erzeugt, der die Atemwege frei hält und einen kompletten Verschluss verhindert. Leider lindert diese Therapie nur die Symptome, bekämpft aber nicht die Ursachen der Krankheit. Dies kann nur die Schlafapnoe-Operation bieten.

Obstruktive und zentrale Schlafapnoe

Unterschieden wird zwischen der obstruktiven und zentralen Schlafapnoe. Erstere ist die häufigste Form und zeichnet sich durch verengte oder komplett verschlossene obere Atemwege während des Schlafes aus. Die Atemmuskulatur hat nicht genügend Kraft, um die Luft durch die blockierten Atemwege zu schicken und es kommt somit zu einer Sauerstoffunterversorgung. Die zentrale Schlafapnoe geht hingegen mit einer Nichtaktivierung der Atemmuskeln einher, da der Impuls zum Atmen vom Gehirn nicht mehr regelmäßig ausgesendet wird. Das Atemzentrum im Hirnstamm erhält die automatische Atemregulation im Schlaf nicht mehr aufrecht. Bei der zentralen Schlafapnoe handelt es sich also nicht um ein mechanisches Blockadeproblem der Atemwege, sondern um eine Störung im zentralen Nervensystem. Diese ist nur sehr schwer in den Griff zu bekommen.

Die Schlafapnoe diagnostizieren

Betroffene haben verschiedene Möglichkeiten, mittels Diagnose Klarheit zu erhalten, ob sie unter dem Schlafapnoe-Syndrom leiden. Der Facharzt kann dem Erkrankten ein Messgerät mit nach Hause geben, welches während der Nacht getragen werden muss. Mittels anzubringender Messsonden lassen sich beispielsweise die Sauerstoffsättigung im Blut oder die Anzahl der nächtlichen Atemaussetzer bestimmen. Alternativ dazu kann auch ein Schlaflabor aufgesucht werden, in dem der Schlaf unter ärztlicher Aufsicht überwacht wird. Auch hier werden während der Nachtruhe wieder verschiedene Messungen durchgeführt (zum Beispiel Augenbewegungen und Muskelaktivitäten), welche anschließend durch den behandelnden Arzt ausgewertet werden.

Den Schweregrad der Schlafapnoe bestimmen

Mittels Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) erfolgt eine Einteilung der Schlafapnoe in verschiedene Schweregrade. Berücksichtigt werden hierbei die Schlafdauer und die dabei eintretende Anzahl an Atemaussetzern sowie deren jeweilige Dauer. Es wird geprüft, wie oft die Atmung im Schlaf für mindestens zehn Sekunden aussetzt. Eine leichte Schlafapnoe liegt dann vor, wenn zwischen 5 und 15-mal pro Stunde Atemaussetzer festgestellt werden. Eine schwere Schlafapnoe besteht bei einem AHI-Wert über 30 und sollte unbedingt entsprechend therapiert werden.

Die Risikofaktoren einer Schlafapnoe und was man dagegen tun kann

Starkes Übergewicht (Adipositas) steigert das Risiko einer Schlafapnoe. Hier kann es zu Fetteinlagerungen in den oberen Atemwegen kommen, was diese extrem verengen oder sogar blockieren kann. Ein gesundes Körpergewicht ist somit ein entscheidender Faktor im Kampf gegen die nächtlichen Atemaussetzer. Auch eine Kieferfehlstellung oder vergrößerte Mandeln können zu einem nächtlichen Verschluss im Rachenraum führen. Hier kann eine operative Korrektur angeraten sein. Wer sich wegen seiner Schlafapnoe in ärztlicher Behandlung befindet, sollte gegebenenfalls auch noch weitere Ärzte aufsuchen. Beim Kieferorthopäden kann zum Beispiel eine zweite Meinung eingeholt oder alternative Behandlungsmöglichkeiten abgeklärt werden. Weiterhin können übermäßiger Alkoholkonsum und Medikamente eine Schlafapnoe fördern, da sie die Muskeln entspannen. Da Medikamente jedoch nicht eigenmächtig abgesetzt werden sollten, empfiehlt sich diesbezüglich eine ärztliche Konsultation.